SPD-Herbstausflug zum Dreisessel

Ortsverein

Beeindruckende Wanderung durch den Nationalpark Bayerischer Wald

von Franz Wagner, Gemeinderat

Ziel des Herbstausfluges vom SPD-Ortsverein Salzweg-Straßkirchen war heuer der Dreisessel. Der ganze Bergrücken vom Hochstein bis zum Plöckenstein hat in den letzten Jahren sein Gesicht gewaltig verändert.
Bei wolkenlosem Himmel führte der Weg anfangs von der Dreisesselbergstraße hinauf zum Hochstein. Dort wo früher dichter Wald gestanden hat, waren nur mehr wenige Bäume zu sehen. Und wer schon länger nicht mehr in der Gegend war, konnte es kaum fassen, was hier passiert ist.
Peter Kilger, der als Forstmeister beruflich schon sehr lange da oben tätig ist, erläuterte die Ursachen des Waldsterbens. Mit dem Borkenkäfer, der auch schon vorher immer wieder Baumgruppen befallen hat, kam man eigentlich ganz gut zurecht. Nachdem aber schwere Stürme (Kyrill) große Waldflächen sowohl auf der bayerischen wie auch auf der böhmischen und österreichischen Seite zerstört hatten, kam die Aufarbeitung nicht schnell genug voran. In der Folge breitete sich der Borkenkäfer explosionsartig aus. Die etwa dreihundert Jahre alten Bäume konnten sich gegen diesen Angriff nicht mehr erwehren. Die Waldschäden im Sumava-Nationalpark wurden der Natur überlassen – was erst recht zur Borkenkäfervermehrung führte. Im bayerischen Naturschutzgebiet muß ein Teil der abgestorbenen Bäume stehengelassen bzw. liegengelassen werden und nur im österreichischen Teil hat man, so gut es ging, den Wald aufgearbeitet und neu gepflanzt. Auch auf der bayerischen Seite warten noch tausende von jungen Bergfichten darauf, gepflanzt zu werden. Im Hochwald gedeihen nun mal keine anderen Arten.
Nach dem Mittagessen im Dreisesselschutzhaus wanderte man noch den Hochkamm hinauf, betrachtete die Sturmschäden auf der böhmischen Seite und genoß auf der bayerischen Seite die großartige Aussicht, die wegen des fehlenden Waldes nun möglich ist.
Nachmittags besuchten wir noch das am Fuß des Dreisessel gelegene Gut Riedlsbach mit der hauseigenen Brauerei, ließen uns vom Hausherrn Sitter die Grundlagen der Braukunst erläutern und stärkten uns mit Bier und einer guten Brotzeit.

 
 

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